In der gegenwärtigen Forschung ist es ebenso von größter Bedeutung, Forschungsergebnisse zu präsentieren und damit zur Überzeugungskraft des eigenen Beitrags zu kommen. Die Darstellung der Daten ist ein zentrales Element. Und wenn es um die Präsentation in wissenschaftlichen Arbeiten geht, sind wir im Alltag fast schon an das Bild gewöhnt, dass diese irgendwie, irgendwo auf den Seiten der Publikationen „plaziert sind“. Dabei gibt es für die Arbeit mit diesen zentralen Elementen eine Menge erstrebenswerter guter Praktiken – und auch einige überraschende, kaum nachzuvollziehende Entscheidungen. In diesem Blogbeitrag wollen wir diesen beiden Aspekten auf den Grund gehen: Sachen, die wir oft „selbstverständlich“ tun, und die mit der Aufstellung von guten Praktiken begründet sind, und Entscheidungen, die nicht so recht nachvollziehbar sind.
Best Practices zur Darstellung von Daten in wissenschaftlichen Arbeiten
Die Daten sollten immer mit dem Ziel der Klarheit und Verständlichkeit präsentiert werden. Folgendes sind einige ausgesprochene und bewährte Richtlinien für eine gelungene Datenpräsentation:
- Verständlichkeit und Einfachheit: Vermeiden Sie unnötige Komplexität. Ihre Tabellen und Grafiken sollten einfach zu erfassen sein. Geben Sie deutliche Beschriftungen und eine gut lesbare Schriftgröße.
- Relevanz: Stellen Sie sicher, dass jede Grafik und Tabelle einen klaren Bezug zur eigenen Forschung aufweist. Jedes Element sollte zur Beantwortung der Forschungsfrage beitragen.
- Einheitlichkeit: Halten Sie ein einheitliches Design für alle Ihre Grafiken und Tabellen. Die Einheitlichkeit im Design umfasst Farben, Schriftarten und Layout. Einheitlichkeit sieht gut aus und hilft dem Leser. Sie hilft, weil der Leser visuelle Anhaltspunkte zur Verarbeitung der Informationen hat. Wenn er etwas in einer Grafik sieht, die nicht nur eine Form, sondern auch eine Farbe hat, und das ist der visuelle Teil.
- Beschriftungen und Legenden: Jede Abbildung und jede Tabelle sollte eine klare Beschriftung und Legende haben. Dies ermöglicht den Lesern, die dargestellten Informationen in Windeseile zu begreifen.
- Datenquelle: Nennen Sie stets die Quellen Ihrer Daten. Dies steigert die Vertrauenswürdigkeit Ihrer Arbeit und lässt andere Ihre Resultate nachprüfen.
Wie man Tabellen und Grafiken richtig formatiert
Tabellen und Grafiken richtig zu formatieren, ist ganz entscheidend für die Lesbarkeit und das Verständnis. Einige Tipps dazu:
- Tabellen und Grafiken müssen so positioniert werden, dass der Leser sie beim Lesen der entsprechenden Textstelle sieht. D. h., sie sollten nicht am Ende eines Kapitels „versteckt“ sein, sondern dort, wo sie der Leser wirklich braucht.
Tabellen
- Geben Sie jedem Diagramm eine klare und prägnante Überschrift, die den Inhalt beschreibt.
- Beschriftungen für Spalten und Zeilen: Alle Spalten und Zeilen sollten klar und verständlich beschriftet sein. Abkürzungen, die nur einer bestimmten Gruppe von Personen bekannt sind, haben dabei nichts zu suchen.
- Konsistenz: Stellen Sie sicher, dass die Tabellen Zahlen enthalten, die einheitlich formatiert sind (z. B. bei den Dezimalstellen). Das erleichtert den Lesern den Vergleich und die Interpretation der Daten.
- Einfügen von Zeilen und Spalten: Trennen Sie verschiedene Abschnitte innerhalb der Tabelle durch Einfügen von Zeilen und Spalten. Dies macht die Tabelle übersichtlicher.
Grafiken
- Wählen Sie den Diagrammtyp, der am besten zu den Daten passt. Wenn Ihr Datenmaterial aus verschiedenen Kategorien besteht, die miteinander verglichen werden sollen, dann sind Balkendiagramme die treffende Wahl. Sie haben die Möglichkeit, innerhalb der Diagrammtypen (Balken und Linie) weitere grafische Formen zu wählen: Diagrammart.
- Farben: Nutzen Sie Farben zur Kennzeichnung verschiedenartiger Datensätze, doch verwenden Sie nicht zu viele Farben, um keine Verwirrung zu stiften.
- Beschriftung der Achsen: Sorgen Sie dafür, dass die Achsen Ihrer Diagramme eindeutig beschriftet sind und dass bei den notwendigen Stellen Einheiten angegeben sind.
- Eine zweiseitige Umfrage unter den Mitgliedern der DGPs, die in der Zeit von 16. Mai bis 2. Juli 2023 durchgeführt wurde. Sie erhielten 352 Fragebögen und damit eine Rücklaufquote von 9,7 %.
- 22 Mitglieder der DGPs antworteten.
Tipps zur Auswahl der besten Visualisierungsmöglichkeiten für Daten
Die effektive Kommunikation von Informationen durch Visualisierungen erfordert die sorgfältige Auswahl der passenden Darstellungsform. Einige Empfehlungen, um sicherzugehen, die richtige Wahl zu treffen:
- Zielgruppenbetrachtung: Richten Sie Ihre Informationen an die Zielgruppe. Wissenschaftler benötigen möglicherweise elaboriertere Darstellungen, während eine breitere Öffentlichkeit möglicherweise einfachere, weniger tiefgehende.
- Datenart: Überlegen Sie, welche Art von Daten Sie besitzen. Sind es quantitative oder qualitative Daten? Dies hat Einfluss auf die Wahl der Visualisierung.
- Präsentationsziel: Was wollen Sie mit Ihrer Visualisierung erreichen? Wollen Sie vielleicht zeigen, wie die Dinge sich in eine Richtung entwickeln, oder wollen Sie demonstrieren, dass zwei Dinge nicht identisch sind, sie aber auch nicht in die gleiche Richtung neigen? Sie sollten klar haben, was Sie erreichen wollen, denn das ist die beste Unterstützung bei der Wahl der Visualisierung.
- Interaktivität: Bei bestimmten Gelegenheiten kann eine interaktive Visualisierung, die den Nutzern die Möglichkeit gibt, mit den Daten zu agieren, hilfreich sein. Dies kann, besonders in digitalen Formaten, von Nutzen sein.
Führen Sie eine Unter- und Obergrenze ein:
Sie sollten stets die Zahlen 1 bis 10 verwenden. Auch bei der Ungleichheitsmessung in der VIN können Sie nur bis 10 gehen. Hier ist die Informationsdichte bei optimaler Lesbarkeit gegeben. Und mehr brauchen oder sollten die Leser vernünftig verarbeiten können.
Fazit
Forschungsergebnisse zu präsentieren, ist essenziell für den wissenschaftlichen Fortschritt. Einer der wirkungsvollsten Wege, dies zu tun, besteht darin, die Daten so darzustellen, dass ihre Hauptaussagen auf den ersten Blick erfassbar sind. Davon ausgehend werden hier einige grundlegende, jedoch oft nicht hinlänglich beachtete Regeln zur Datenvisualisierung diskutiert. Diese betreffen sowohl die übliche Darstellung von Daten in Tabellenform als auch in grafischer Form. Letztere Mittel sind oft die populärsten bzw. die am häufigsten benutzten, wenngleich sie auch die größten Missverständnisse und Fehldeutungen hervorzurufen vermögen.
