Pinkes Einhorn

Zeitmanagement für Studenten: So planen Sie effektiv das Schreiben Ihrer wissenschaftlichen Arbeit

Zeitmanagement

Für viele Studierende kann die Aufgabe, eine wissenschaftliche Arbeit zu schreiben, sehr herausfordernd sein. Sie fühlen sich manchmal von der schieren Masse an Materialien und von den kurzen, nun ja, Fristen regelrecht erdrängt. Und sie fragen sich, warum nicht ein einfaches „Ich arbeite zurzeit an einer wissenschaftlichen Arbeit“ für den Aufhänger einer Schreibberatung genügen könnte. Nun ja, vielleicht gibt es doch einige nützliche Tipps, die Sy-Stunden (Studium + Freizeit) nicht unnötig beanspruchen und eher zum stressfreien (oder in der Regel eher stressarmen) Arbeiten beitragen.

Strukturierte Planung: So geht’s

  1. Ziele definieren: Bevor mit dem Schreiben der Dissertation begonnen wird, sollten klare Ziele formuliert werden. Zuallererst ist es wichtig, das grundsätzliche Ziel der Dissertation zu benennen: Was soll am Ende der Dissertation stehen? Bildlich gesprochen ist dies die Bergspitze. Nahe dieser Bergspitze liegt der Weg, der das nächste Etappenziel innerhalb der Dissertation beschreibt. Der Schritt, unter dem das partielle Dissertationsteam alleine im Korridorsystem der Kunsthistorischen Fakultät zu finden ist, scheint nicht wirklich bedeutend zu sein.
  2. Fortschrittsdokumentation: Wenn Sie Ihre Fortschritte in der Arbeit regelmäßig dokumentieren, begreifen Sie, wie viel Sie in relativ kurzer Zeit erreicht haben. Sie sehen, wie Ihre Gedanken zu einem noch unscharfen Bild immer klarer werden und wie das Bild in den einzelnen Teilen der Arbeit immer deutlicher wird. So etwas kann sehr motivierend wirken—aus einem kleinen Stein „fortissimo“ kann ein großer werden.
  3. Pufferzeiten einplanen: Eintretende unvorhergesehene Ereignisse sind immer möglich. Deshalb sollten Sie in Ihren Zeitplan Pufferzeiten einplanen, um flexibel und ungestresst auf solche Änderungen reagieren zu können. Schließlich geht es nicht nur darum, den Zeitplan einzuhalten, sondern auch um Ihre Gesundheit und darum, bei Bedarf einige der Ansprüche, die das Studium an Sie stellt, neu justieren zu können. Man könnte auch sagen, dass es hier um den Erhalt Ihrer Leistungsfähigkeit während der ganzen Zeit der Prüfungsvorbereitung geht.
  4. Effektives Zeitmanagement: Ein detaillierter Schreibplan ist die Voraussetzung für effektives Zeitmanagement. Der Plan sagt Ihnen, wann Sie was zu tun haben und stellt sicher, dass Sie nicht am Ende der Zeitspanne das Werk alles zusammenpfuschen müssen.
  5. Prioritäten setzen: Nicht alle Aufgaben haben die gleiche Bedeutung. Bestimmen Sie die wichtigen Aufgaben, die höchste Priorität haben und die als Erstes erledigt werden sollten. Das bringt nicht nur Effekte mit sich, die das Schreiben ermöglichen, wie z. B. den Affekt der Erleichterung nach einem abgeschlossenen Schritt oder das Vermeiden des bekannten Gefühls, im Dunkeln zu tappen, was zu einer Überwältigung führen kann. Strukturiert sein heißt auch klar sein, und Struktur hat sowohl im Plan als auch im Text ihre Vorzüge.

Praktische Apps und Techniken für besseres Zeitmanagement

Zahlreiche Anwendungen und Methoden können Ihnen helfen, Ihr Zeitmanagement zu optimieren. Diese fünf sind die bekanntesten:

  1. Todoist: Ideal, um nicht den Überblick über Ihre sich ständig verändernden Aufgaben zu verlieren. Todoist ist eine App zur Aufgabenverwaltung, die Sie an Ihre aufkommenden Pflichten und Fristen wirklich gut und zuverlässig erinnert.
  2. Trello: Ein virtuelles Projektmanagement-Tool „in Kartenform“, das auch die eher visuellen Typen unter uns in die Lage versetzt, ihre Aufgaben gut im Blick und vor allem auch im Griff zu haben.
  3. Evernote: Diese App zur Erstellung von Notizen eignet sich hervorragend zur Organisation Ihrer wissenschaftlichen Arbeiten. Darin können Sie Notizen, Webinhalte und Dokumente ablegen und diese in einzelnen Notizbüchern mühelos kategorisieren. So haben Sie in der App alles an einem Ort und können zwischen den unterschiedlichen Formaten leicht navigieren.
  4. Focus@Will: Diese App bietet Musik, die speziell zum Arbeiten und zur Steigerung der Konzentration entwickelt worden ist. Das hört sich jetzt vielleicht nicht nach einem Hilfsmittel für die Forschung an, doch es gibt zahlreiches audiovisuelles Material, abgesehen von Musik, das unsere Konzentration auf das Wesentliche lenken kann.
  5. Pomodoro-Technik: Sie ist das Resultat von über 25 Jahren Forschung, die sich mit dem Phänomen „Konzentration“ auseinandergesetzt hat.

Schlussfolgerung

Die wissenschaftliche Arbeit erfreut sich einer ständigen Beliebtheit. Um sich im Arbeiten mit und am wissenschaftlichen Text zu üben und damit umzugehen, bedarf es nicht nur der Disziplin, um im „Schreibraum“ Platz zu finden, sondern vor allem auch der Hingabe, umzugreifen, zu verarbeiten und sich mit dem Text auseinanderzusetzen. Es erfordert, sich in die Tiefe und Breite des Textes zu bewegen und die sinnlichen Ideen sowie Hypothesen zu identifizieren. Dadurch entwickelt man nicht nur eine tiefe Begeisterung, sondern wird auch zum Enthusiasten.